meetingmasters.de im Interview mit Jugendtalenten der Brose Bamberg Youngsters

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Liebe Besucher,
am Samstag ist es endlich soweit. Wir fahren nach Bamberg, um im Rahmen des Spiels zwischen dem amtierenden deutschen Meister Brose Bamberg und den Eisbären Bremerhaven einen symbolischen Scheck in Höhe von 10.000 € an den Brose Bamberg e.V. zu überreichen. Wir sind stolz die Nachwuchsförderung im Sport auch in Zukunft mit einer Spende zu unterstützen und freuen uns schon auf ein spannendes Spiel.
Doch vorab durften wir bereits mit Louis Olinde, Leon Kratzer und Fabian Villmeter sprechen. interview_brose

1. Fabian, die Strukturen, in denen Spieler sich in Bamberg entwickeln können, sind durch die Kombination von BBL und ProA einzigartig in Basketballdeutschland. Ziel des Jugendleistungsbereiches ist es, pro Saison einem Nachwuchsspieler den Sprung in den Profikader zu ermöglichen. Was hat dieses Ziel mit der Arbeit des Brose Bamberg e.V. zu tun?

Es ist auf jeden Fall eine außergewöhnliche Situation, wir sind der einzige Standort in Deutschland, der ein Farmteam in der ProA hat, wenngleich viele andere Bundesligaklubs mit einem Ausbildungsteam in der ProB ein ähnliches Modell anbieten. Sicherlich ist es wichtig für den deutschen Basketball, dass sich die Profiklubs Gedanken machen, wie sich Spieler zum höchstmöglichen Level weiterentwickeln können. Das ist nicht nur für die Spieler wichtig, sondern auch für die Vereine, denn mittel- und langfristig gesehen wollen wir natürlich am besten deutsche und einheimische Spieler entwickeln. Dafür muss es allerdings Anreize und Möglichkeiten geben. Dazu gehört für uns, dass in unserer ProA-Mannschaft die Jungprofis die Chance bekommen, zusätzliche Spielminuten und -erfahrung zu bekommen. In unserem Fall sind es zum Beispiel Louis und Leon. Louis ist zwar aus Hamburg zu uns gewechselt, aber Leon kommt aus der Region und unser Bestreben ist es, regionale und besonders Bamberger Spieler über diese Strukturen zu entwickeln. Das Entscheidende ist hier die Arbeit des Brose Bamberg e.V., damit wir eine breite Basis haben. Dazu zählt der Bereich Schul-und Breitensport mit vielen Einheiten, Projekten und Events, wodurch Kinder mit Basketball begeistert werden und die dann den Weg in die Halle finden. Es muss hier nicht immer zu einer Leistungssportkarriere führen, aber die Talentiertesten unter ihnen können wir in unser Leistungsprogramm überführen.

2. Leon und Louis, glaubt ihr, dass diese Strukturen ohne die Arbeit des Brose Bamberg e.V. möglich wären?

Nein, denn der Brose Bamberg e.V. ist für uns immens wichtig und dafür, dass wir uns entwickeln können. Für junge Spieler, wie wir es sind, ist es sehr gut, wenn man Möglichkeiten hat, Basketball auszuüben und gefördert zu werden. Je früher man mit dem Sport anfängt, desto mehr Perspektiven bieten sich dann. So sind alle Projekte, die der Verein anbietet, wichtig, um den Basketballnachwuchs zu finden und zu fördern.
Wenn Bamberg nur „fertige“ Spieler für ihre Profimannschaft kaufen würde, dann würde Brose Bamberg auch seine Besonderheit verlieren und hätte nicht das Standing, welches der Klub jetzt hat. Bamberg kann sich durch die Arbeit des Brose Bamberg e.V. ebenfalls weiterentwickeln, da so früh der Zugriff auf Kinder besteht, die Interesse an Basketball haben.

3. Wofür wird das Geld, welches meetingmasters.de an den Brose Bamberg e.V. gespendet hat, im Jugendleistungsbereich verwendet?

Fabian: Einen konkreten Verwendungszweck können wir nicht nennen, aber da die Arbeit des Brose Bamberg e.V. sehr vielfältig ist, ist die großzügige Spende von meetingmasters.de in jedem Fall gut angelegt. Ob Kindergarten, Schuleinheiten oder darüber hinaus die Unterstützung für den Nachwuchsleistungsbereich, z.B. in Form von der Finanzierung der Teilnahme an internationalen Turnieren – wir versuchen mit der Spende, die bestmöglichen Gegebenheiten für den Nachwuchs zu bieten. Das ist mit viel Aufwand verbunden, sodass uns die Spende sehr viel hilft. Daher sind die Einsatzmöglichkeiten sehr reichhaltig, und wir sind sehr dankbar, dass solche Spenden von Partnern und Förderern getätigt werden.

4. Leon, du bist der Botschafter für den Brose Bamberg e.V., kennst die Bamberger Nachwuchsstrukturen schon ein paar Jahre. Denkst du, dass der Erfolg des Bamberger Profiteams auch ohne die getätigte Nachwuchsarbeit möglich gewesen wäre?

Leon: Ich denke nicht, denn ohne die Basis, quasi die nächste Generation, die nachwächst, ist der Erfolg langfristig auf wackeligen Beinen.
Fabian: Man darf hierbei auch nicht nur den Leistungsbereich einbeziehen. Natürlich ist das ein wichtiger Bereich und wir hoffen, dass auch zukünftig Spieler den Sprung in den Profikader schaffen. Aber der Nachwuchs besteht nicht nur daraus. Alle Spieler, die es bei uns nicht zum Profispieler schaffen, sind ein Mosaikstein in unserer Community – ein neuer Fan, ein neuer Ticketkäufer oder Schieds-oder Kampfrichter. So entwickelt sich der Klub in alle Richtungen weiter.

5. Louis, du hast einen Vier-Jahres-Vertrag in Oberfranken unterschrieben. Was war dafür ausschlaggebend?

Es waren viele Argumente, aber besonders die außergewöhnliche Möglichkeit, die sich hier aus der Verbindung von ProA und BBL ergeben haben. Besonders die ProA macht es aus, dass hier junge deutsche Spieler Spielzeit bekommen und natürlich die Perspektive des europäischen Top-Basketballs hier haben. Auch auf Trainingsebene kann man sich hier entwickeln, da man mit den besten deutschen Spielern trainiert. Das sind Voraussetzungen, die es sonst nirgends in Deutschland gibt und ich bin sehr froh, dass ich die Chance bekommen habe, Teil davon zu sein.
Leon: Ich habe damals auch nach den besten Möglichkeiten für mich gesucht und da war Bamberg die optimale Lösung für mich. Ich konnte mich damals zwischen einigen Programmen entscheiden und den Schritt, nach Bamberg zu gehen, habe ich daher nicht bereut. Damals war die ProA ja noch eine ProB-Mannschaft und ein klassisches Herrenteam, in dem ich dann als 15-Jähriger gespielt habe. Das hat mir wirklich sehr geholfen, mich zu entwickeln.

6. Fabian, einige deiner Spieler sind auch als Coaches Teil des Schul- und Breitensportprogrammes. Wie wichtig ist dir die Verbindung zur Basis des Basketballs?

Auf der einen Seite ist es wichtig, aber natürlich auch naheliegend, dass sich die Spieler in den Projekten des Brose Bamberg e.V. engagieren. Bei Louis und Leon ist der Zeitpunkt, in denen sie für Basketball begeistert wurden, noch gar nicht so lange her, sodass sie eine gute Verbindung zu den Kindern in unseren Projekten herstellen können und ein gutes Vorbild sind. Ich glaube, dass es ein Stück weit auch unser Anspruch sein sollte, mehr Kindern diese Sportart nahezubringen. Das ist einer der Gründe, warum wir geschlossen hinter der Arbeit des Brose Bamberg e.V. stehen. Louis und Leon haben sich dazu entschieden, Basketball zu ihrem Beruf zu machen und zeigen damit, was es heißt, viel Energie und Arbeit und Zeit in den Beruf zu stecken. Damit sind sie die perfekten Botschafter für uns und können ihre Erfahrungen an die Kinder und Jugendlichen weitergeben. Außerdem tut es den Jungs gut, auch einmal die Perspektive zu wechseln und selbst die Rolle des Coaches einzunehmen. Für die Persönlichkeitsentwicklung ist uns dies sehr wichtig.

7. Louis, Basketball ist in Deutschland ja leider noch eine Randsportart. Wie wichtig ist es, dass es Vereine wie den Brose Bamberg e.V. gibt?

Das ist sehr wichtig, denn es wird gezeigt, dass Deutschlands Sportlandschaft nicht nur aus „König Fußball“ besteht. Basketball ist zwar ein komplett anderer Sport und viele Menschen kennen den Sport wahrscheinlich gar nicht richtig, weshalb er seltener auf der Bildfläche auftaucht. Der Brose Bamberg e.V. leistet hier daher aus meiner Sicht einen sehr wichtigen Beitrag, nicht nur sportlich, sondern auch sozial. Es gibt unsere vielen Projekte, die Kinder für Bewegung und Basketball begeistern und den Sport vorstellen. Sozial gesehen hilft er, dass Kinder und Jugendliche sicher weiterentwickeln und Kontakte knüpfen. Es ist wichtig, dass große Klubs dies tun, einerseits, weil sie über die entsprechenden Mittel verfügen, andererseits, weil sie mit ihrem Ansehen viele Menschen erreichen.
Leon: Besonders gut finde ich, dass der Brose Bamberg e.V. schon mit den Kleinsten im Kindergarten anfängt und sich daran viele weitere Möglichkeiten anschließen, dem Basketball treu zu bleiben. Dies geht natürlich aber auch nur, wenn es darüber hinaus viele Unternehmen, Förderer und Partner gibt, wie zum Beispiel meetingmasters.de, die uns mit einer großen Spende unterstützen und es möglich machen, dass wir den Nachwuchs erreichen.

8. Was löst das in euch aus, wenn Unternehmen wie meetingmasters.de eine so große Summe an den Brose Bamberg e.V. spenden? Freut ihr euch über das Vertrauen, welches in euch gesetzt wird?

Ja, natürlich freuen wir uns, denn das zeigt, dass die Nachwuchsförderung ein wichtiges Thema in der Gesellschaft ist. Dass meetingmasters.de dann auch gleich eine so große Summe spendet, macht uns sehr glücklich, denn davon lebt der Brose Bamberg e.V. – das ist eine große Geste und wir sind stolz, dass wir diese entgegennehmen können.
Wir möchten dem uns entgegen gebrachten Vertrauen auch Tribut zollen und daher denke ich, dass die Verantwortlichen das Geld sinnvoll investieren werden.
Fabian: Es ist schön zu spüren, dass die Partner und Förderer uns so sehr vertrauen und dass das Geld gut in den vielen Projekten angelegt ist. Das bestärkt uns in dem, was wir tun und trägt dem Rechnung, was wir tagtäglich in Bamberg aufbauen. Umso schöner ist es in diesem Zusammenhang, wenn man so verlässliche Partner wie meetingmasters.de an seiner Seite hat, die uns in unserem Vorhaben unterstützen.

Spielerporträt Louis Olinde:

  • Louis Olinde, Jahrgang 1998, wechselte zur Saison 2016/2017
  • von Hamburg nach Bamberg und unterschrieb einen Vier-Jahres-Vertrag
  • U18-Nationalspieler, gewann mit dem U18-Team das renommierte Albert-Schweitzer-Turnier
  • Nahm im Dezember 2016 an der U18-Europameisterschaft teil und wurde Vierter
  • Spielt aktuell in der Nachwuchs Basketball Bundesliga für die Brose Bamberg Youngsters, in der 2. Bundesliga ProA (Baunach Young Pikes, offizielles Farmteam von Brose
  • Bamberg) und sammelte bereits Erfahrungen auf BBL- und EuroLeague-Parkett

Spielerporträt Leon Kratzer:

  • Leon Kratzer, Jahrgang 1997, wechselte mit 15 Jahren in das Jugendprogramm von Brose Bamberg und schaffte diese Saison durch seine überzeugende Performance in der ProA für das
  • Baunacher Team den Sprung in den Profikader – U20-Nationalspieler, wurde bei U20-EM 2016 mit dem deutschen Team Vierter
  • NBBL-Meister von 2016 mit den Brose Bamberg Youngsters und MVP der Saison 2015/16
  • Spielt aktuell in der ProA (Baunach Young Pikes) und sammelte bereits BBL-Erfahrung mit Brose Bamberg

Coachesporträt Fabian Villmeter:

  • Fabian Villmeter, Koordinator des Jugendleistungsbereiches von Brose Bamberg und Head Coach des Baunacher ProA-Teams, außerdem Assistant Coach der NBBL-Mannschaft der Brose Bamberg Youngsters
  • Vor seinem Wechsel nach Bamberg 2015 war er sportlicher Leiter des TV Langen
  • Aktueller Assistant Coach der U20-Nationalmannschaft des Deutschen Basketball Bundes

Herzliche Grüße

Ihre Klarissa Feis

Xing

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